
Aktuelles
Editorial Januar
Zu Beginn des Jahres 2026 hat der europäische Aktienmarkt wieder zugelegt (+3,2 %), während die in Euro notierten US-Indizes erneut auf der Stelle treten: Der S&P 500 in Euro beendete den Monat mit +0,3 % und der Nasdaq mit -0,2 %.
Das Jahr begann mit einem fulminanten Auftritt von Donald Trump, der in Höchstform bereit schien, Grönland, das Hoheitsgebiet eines NATO-Verbündeten, zu erobern, bevor er zur Vernunft kam, nachdem er die Europäer erneut nach schon bekannter Manier brüskiert hatte. Das eratische Gebahren und die Provokationen seiner zweiten Amtszeit, hatten einige Folgen für die Finanzmärkte, darunter vor allem ein beginnendes Misstrauen gegenüber der amerikanischen Währung, dem allmächtigen US-Dollar. Gold und Silber befanden sich im Januar tatsächlich auf einem sehr starken Aufwärtstrend, der als „Run”, d. h. als Misstrauen und Panik gegenüber dem Papiergeld, interpretiert werden konnte, bis Trump den ehemaligen FED Governor Kevin Warsh zum Nachfolger von Jerome Powell als Präsidenten der Federal Reserve ernannte und erneut alle überraschte, diesmal mit der Weisheit seiner Entscheidung.
Warsh verfügt über einen nahezu perfekten Lebenslauf, um diese ehrwürdige Institution zu leiten. Er war insbesondere von 2006 bis 2011 Mitglied des Direktoriums („Board of Governors”) der Zentralbank und spielte dort eine Schlüsselrolle in der größten Finanzkrise seit 1929, bevor er 2011 aus Protest gegen die Pläne zur „quantitativen Lockerung” zurücktrat, d. h. dem Rückkauf von Vermögenswerten auf dem börsennotierten Markt mit dem Ziel, diesen mit Liquidität zu überschwemmen. Diese Maßnahmen folgten Schlag auf Schlag, obwohl die Krise bereits überwunden war und Kevin Warsh der Meinung war, dass die Banken sie nicht mehr benötigten, womit er vielleicht nicht ganz Unrecht hatte. Er hat manchmal den Ruf, ein geldpolitischer „Falke” zu sein, obwohl sein Mentor und Partner, der legendäre Investor Stanley Druckenmiller, dies entschieden bestreitet. Auf jeden Fall verfügt er zweifellos über eine echte intellektuelle Rückgratstärke und einen starken Charakter.
Alles deutet darauf hin, dass er Trump mit dem Versprechen schneller Leitzinssenkungen im Gegenzug für einen Plan zur Reduzierung der Bilanzsumme der Fed, die selbst relativ gesehen nie wieder ihr Volumen von vor 2007 erreicht hat, für sich gewinnen konnte.
Obwohl diese Ernennung während einiger Börsensitzungen zu Volatilität in unseren Portfolios geführt hat, insbesondere bei unseren Titeln aus den Rohstoffsektoren und denen, die in letzter Zeit viel „Momentum”, d. h. eine starke positive Dynamik im Laufe des Monats, hatten, sind wir überzeugt, dass diese Wahl eine ausgezeichnete Nachricht ist. Kevin Warsh ist ein großer Finanzprofi, der über große Intelligenz, jugendliche Energie und unvergleichliche Erfahrung verfügt.
Gemäß dem Churchill zugeschriebenen Sprichwort können wir uns immer darauf verlassen, dass die Amerikaner die richtige Entscheidung treffen, nachdem sie alle anderen Optionen ausgeschöpft haben. Auch dieses Mal haben sie ihrem Ruf wieder alle Ehre gemacht!
Die Clartan-Fonds verzeichneten im Januar erneut unterschiedliche Entwicklungen. Clartan Valeurs legte um +6,1 % zu, während Clartan Europe und Ethos beide +0,6 % erzielten. Clartan Patrimoine stieg leicht um +0,4 % und Clartan Flexible um +1,0 %.
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