Im Juli legten die europäischen Aktienmärkte leicht zu, während der S&P 500 moderat nachgab. Der Nasdaq verzeichnete einen stärkeren Rückgang vor dem Hintergrund der Korrektur im Halbleitersektor. Der Stoxx Europe 600 gewann 1,3 %, der S&P 500 verlor 1,0 % und der Nasdaq gab um 4,1 % nach. Besonders deutlich fiel der Rückgang des koreanischen Leitindex Kospi aus, der aufgrund seiner hohen Gewichtung von Samsung und SK Hynix um 17 % nachgab.
Der Juli 2026 war vor allem von der Börsenpanik im Halbleitersektor geprägt. Die drei führenden Speicherchiphersteller Samsung, SK Hynix und Micron verloren zwischen dem 22. Juni und dem 29. Juli jeweils 36 %, 49 % beziehungsweise 39 % an Wert. In geringerem Ausmaß gerieten auch Unternehmen unter Druck, die Ausrüstung für Rechenzentren liefern. In Europa betraf dies neben Halbleiterausrüstern wie ASML und STMicroelectronics, die im Fonds Clartan Valeurs gehalten werden, auch Industrieunternehmen wie Prysmian oder ABB.
Für erfahrene Investoren sind derart starke Kurskorrekturen nach einer längeren Phase kräftiger Kursanstiege keine Seltenheit. Ein Wert, dessen Kurs sich innerhalb kurzer Zeit vervielfacht hat, kann einen erheblichen Teil seines Börsenwertes verlieren, ohne dass sich seine fundamentalen Aussichten verschlechtern. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob diese Entwicklung den Beginn des Endes des Investitionszyklus in Rechenzentren signalisiert. Eine eindeutige Antwort gibt es derzeit nicht. Die großen Hyperscaler – Microsoft, Amazon, Google und Meta – veröffentlichten unterschiedliche Ergebnisse. Während Google und Meta vom Markt negativ aufgenommen wurden, überzeugten Amazon und Microsoft mit einer weiterhin sehr starken Nachfrage nach Cloud-Rechenleistung. Sowohl die Aussagen der Unternehmen als auch die fortschreitende Verbreitung künstlicher Intelligenz sprechen dafür, dass die Nachfrage nach Rechenkapazität in den kommenden Quartalen hoch bleiben dürfte.
Wie so oft führen derart heftige Marktbewegungen auch zu Verwerfungen. So verlor der erst vor knapp zwei Jahren gegründete Hedgefonds „Situational Awareness“ des 24-jährigen Leopold Aschenbrenner aufgrund eines Fremdkapitaleinsatzes von 400 % mehr als drei Viertel seines Wertes und musste große liquide Positionen im Eilverfahren an Citadel veräußern. Dass ein unerfahrener Fondsmanager die Risiken eines derart hohen Leverage unterschätzt, mag nachvollziehbar sein. Weniger nachvollziehbar erscheint hingegen, dass institutionelle und erfahrene Investoren einem solchen Fonds 45 Milliarden US-Dollar anvertraut haben.
Die Clartan-Fonds entwickelten sich im Juli uneinheitlich. Clartan Valeurs verlor 1,3 %, Clartan Europe gewann 1,1 % und Clartan Ethos 1,8 %. Die defensiven Fonds entwickelten sich nahezu unverändert: Clartan Patrimoine gab um 0,2 % nach, Clartan Flexible legte um 0,1 % zu und Clartan Multimanagers verzeichnete ein Minus von 0,7 %.
Disclaimer
Die Nennung bestimmter Börsenwerte erfolgt ausschließlich zu Illustrationszwecken. Sie stellt weder eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dieser Wertpapiere noch eine Anlageberatung dar.
Die vergangene Wertentwicklung lässt keine Rückschlüsse auf zukünftige Ergebnisse zu.
Diese Mitteilung stellt eine werbliche Information dar. Die Investition in Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) ist mit Risiken verbunden. Vor einer Anlageentscheidung sollten Sie das Basisinformationsblatt (KID) sowie den Verkaufsprospekt sorgfältig lesen. Beide Dokumente sind unter clartan.com verfügbar.


